Gestalte Deine Zukunft!

Club 55 Editorial 2009

Zunächst ein kleines Geheimnis
Es gibt eine große Sehnsucht, die den Autor schon seit vielen Jahren bewegt: das ist das Fliegen! Also wurde 2007 das Projekt PPL gestartet.

Eine wichtige Erkenntnis: selbst wenn man das Geld hat und es auch sofort investieren möchte, man könnte sich tatsächlich jedes Flugzeug dieser Welt kaufen – nur fliegen darf man es nicht. Ganz wichtig: weder Besitz noch Motivation qualifizieren!

Richtige Vorgehensweise
Zuerst machte der Autor einen Probeflug im Gyrocopter, um zu überprüfen, ob er überhaupt Spaß an der Sache hat und nicht auf einmal von Flugangst überfallen wird. Dann Ohrenarzt, Augenarzt und nun der Flugarzt. Wenn die Flugtauglichkeit amtlich bestätigt ist, Einholung eines polizeilichen Führungszeugnisses (Vorbestrafte dürfen nicht fliegen!). Jetzt Anmeldung zur theoretischen Ausbildung an der Flugschule. Nach acht Ausbildungstagen erfolgte die Prüfung. Der Autor fiel in seinem Lieblingsfach Navigation auch prompt durch. Bereits eine Woche später konnte dieses Fach nachgeprüft und bestanden werden. Jetzt erst begann die praktische Ausbildung, die wohl im Frühjahr 2009 mit dem Alleinflug beendet wird.

Es geht ja bei diesem Editorial nicht wirklich ums Fliegen.

Trainingseindruck
Szenenwechsel: Der Autor führt ein Training für Verkäufer im Investitionsgüterbereich durch. Um das firmeninterne Training nicht so abstrakt und theoretisch zu gestalten, arbeitet der Trainer sich komplett in die Branche ein. Sehr gut! In den Trainingseinheiten übernimmt der Trainer immer wieder die Rolle des Einkäufers, des Kunden, und konfrontiert die Verkäufer mit Fragestellungen und Problemen, die nur behandelt werden können, wenn der Verkäufer über wirkliche Sachkenntnis verfügt. Sehr gut!

Überraschung: obwohl die Trainingsteilnehmer nicht wirklich erfolglos sind und immerhin über ein regelmäßiges Einkommen verfügen, mit dem man eine Familie ernähren kann, stellt sich doch heraus, dass diese Verkäufer alle (!) fachlich den Ansprüchen der Kunden nicht genügten.

Der Höhepunkt: es gibt einen 40seitigen Produktkatalog mit den aktuellen Investitionsgütern und deren wichtigsten Verkaufsargumenten. Von den anwesenden zwanzig Teilnehmern hatte nicht ein einziger diese Unterlage durchgearbeitet und soweit zur Kenntnis genommen, dass man ihn als kundig bezeichnen könnte.

Reicht Evaluation aus?
Welcher Trainer gibt schon gerne zu, dass die Klärung der Frage, ob ein Training etwas gebracht hat, ihn in Wirklichkeit manchmal nur noch nervt? Könnte es nicht sein, dass die Frage nach dem Ergebnis nicht losgelöst von der Frage nach dem Ausgangspunkt zu sehen ist? Machen wir uns da nicht etwas vor, wenn wir "lostrainieren", ohne Voraussetzungen zu definieren?

Sind Sie qualifiziert?
Wie wäre es denn, wenn Trainer zu ihren potenziellen Teilnehmern sagen würden: "Beweisen Sie mir, dass Sie überhaupt für ein Training qualifiziert sind!" Stellen Sie sich einmal vor, wenn nicht allein die Frage entscheidet, ob jemand für ein Training motiviert ist oder ob er die Kursgebühr bezahlen kann, was da los wäre?

Ein Blick in die Zukunft
Stellen Sie sich einmal vor, wenn Sie in der Zukunft zu einem Menschen sagen: "Sie haben zwar das Geld, um das Seminar zu bezahlen und Sie machen auch einen sehr motivierten Eindruck; leider fehlen Ihnen jedoch die Voraussetzungen um Erfolg zu haben. Machen Sie erst Ihre Hausaufgaben! Ich kann mir schlechte Absolventen meines Trainings nicht leisten!".

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